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Energiedorf Cochem- Zell

Cochem Zeller Energiedorf

 

Im November des vergangenen Jahres startete der Landkreis
mit seiner Akquisephase und warb unter den Ortsgemeinden für die Teilnahme am Projekt
„Cochem-Zeller Energiedorf“.
In diesem Projekt sollen integrierte Quartierskonzepte aufzeigen, welche technischen und
wirtschaftlichen Energiepotenziale bestehen und welche konkreten Maßnahmen für eine
Umsetzung entwickelt werden müssen.
Mit dem quartiersbezogenen Ansatz können u. a. Lösungswege bei der energetischen
Modernisierung des Gebäudebestands und der Energieeffizienz aufgezeigt werden, was zu
einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung des gesamten Quartiers führen kann.
Zusätzlich können die umsetzbaren quartiersbezogen Maßnahmen auf ähnlich strukturierte
Gemeindegebiete übertragen werden und in der Umsetzungsphase die Wertschöpfung in der
Region erhöhen, indem Fachkräfte und Handwerksbetriebe bei der Umsetzung der
Maßnahmen beteiligt werden.
In einem intensiven Beteiligungsprozess werden die örtlichen Akteure (Bürger, Hausbesitzer,
Unternehmen, Land- und Forstwirte, kommunale Akteure sowie politische
Entscheidungsträger) in den Grundlagen der Technik, Organisation und Finanzierung von
Energieprojekten geschult und Projekte vor Ort entwickelt, um die örtlichen
Energiepotenziale umzusetzen.
Mit der Auftaktveranstaltung zur Klimaschutzkonferenz gestartet, endete am 31.01.2015 die
Bewerbungsfrist für die Gemeinden. Bis zu dieser Frist konnten die eingereichten
Motivations- und Interessenbekundungen bei der Energieagentur des Landkreises „unser-
klima-cochem-zell e. V.“ eingereicht und berücksichtigt werden.
Landrat Manfred Schnur freut sich: „Wir waren zwar optimistisch, dass wir eine Vielzahl der
Gemeinden von unserem Konzept überzeugen können, aber mit einer solchen Resonanz
haben wir nicht gerechnet.“
Nach Diskussion und Abwägung innerhalb des Vorstandes steht es nun fest: Alle 14
Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.
Ein weiteres Bonbon kommt für die Teilnehmerkommunen direkt mit hinzu. Nach intensiven
Gesprächen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung


(MWKEL) konnten zusätzliche Fördermittel für die Aufstockung der schon mit 65%
geförderten Quartierskonzepte, akquiriert werden. Somit sinkt der Eigenanteil zur
Quartierskonzepterstellung für die Kommunen weiter.
Um eine reibungslose Projektabwicklung zu ermöglichen wurde beschlossen, die Kommunen
in 2 Gruppen einzuteilen. Diese werden einen leicht zeitversetzten Projektstart haben. In der
ersten Gruppe werden jeweils zwei Gemeinden aus jeder Verbandgemeinde sein.
 
Gruppe 1
Bruttig-Fankel
Ellenz-Poltersdorf
Mittelstrimmig
Zell
Alflen
Schmitt
Stadt Kaisersesch
Müllenbach

 

Gruppe 2
Ernst
Mesenich
Treis-Karden
Alf
Blankenrath
Gevenich
 
„Dieses Projekt zeigt viele Möglichkeiten auf und bietet Chancen für die Zukunftsfähigkeit
der Gemeinden“, betont Schnur.
In den nächsten Wochen wird die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“, auf die die
Projektabwicklung übertragen wurde, mit den Kommunalvertretern die entsprechenden
Antragsformalitäten regeln und gemeinsam den Weg hin zur Integrierten Quartierskonzeption
beschreiten.

 

Als zweite Kommune im Landkreis erhält Alflen die
Förderzusagen

 

Übergabe des Förderbescheides


Nachdem Ministerin Eveline Lemke am Pfingstmontag, in Kaisersesch, mit der Übergabe der
Förderzusagen, den Auftakt für das Projekt geben hatte. Darf sich nun Alflen als zweiter von
vierzehn Bewerbern im Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“ über die Bewilligungsbescheide
von Bund und Land freuen.
In diesem Projekt sollen integrierte Quartierskonzepte
aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen
Energiepotenziale bestehen und welche konkreten
Maßnahmen für eine Umsetzung entwickelt werden
müssen. Die Rahmenbedingungen werden dabei durch
das Förderprogramm 432 der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KFW) vorgegeben. Dieses Programm
sieht einen Zuschuss in Höhe von 65% der
förderfähigen Kosten vor.
„Hier in Alflen waren private Akteure, die in
Eigeninitiative Nahwärmenetze errichtet haben, starke
Vorbilder. Alflen hat also schon einiges an Erfahrung
vorzuweisen und ist kein Neuling auf diesem
Themengebiet. Ich freue mich sehr, heute mitten im
Planungsquartier zu stehen und Ihnen die
Förderzusagen der KfW und die des Landes übergeben
zu können“, betont Schnur.
Für Alflen stellt sich die Förderkulisse besonders attraktiv dar. Neben der 65%igen
Förderhöhe durch die KfW kommt es für die Ortsgemeinde, die als finanzschwache
Kommune am kommunalen Entschuldungsfond beteiligt ist, zu einer Aufstockung durch
Landesmittel auf 95%. Diese konnten durch intensive Gespräche der Energieagentur „unser-
klima-cochem-zell e. V.“ generiert werden. In konkreten Zahlen bedeutet dies für die
Ortsgemeinde rund 11.000 Euro vom Land und 25.000 Euro vom Bund. Damit ist der
Eigenanteil von 5%, den die Ortsgemeinde zu stemmen hat, mit knapp 1.900 Euro
verschwindend gering.
Mit dem quartiersbezogenen Ansatz, den das Förderprogramm der KfW vorgibt, können u. a.
Lösungswege bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands und der
Energieeffizienz aufgezeigt werden, was zu einer Aufwertung und Attraktivitätssteigerung
der gesamten Gemeinde führen kann.
In einem intensiven Beteiligungsprozess werden die örtlichen Akteure (Bürger, Hausbesitzer,
Unternehmen, Land- und Forstwirte, kommunale Akteure sowie politische
Entscheidungsträger) in den Grundlagen der Technik, Organisation und Finanzierung von
Energieprojekten geschult und Projekte vor Ort entwickelt, um die örtlichen
Energiepotenziale umzusetzen.


Nach dem sogenannte Markterkundungsverfahren, zur Auswahl qualifizierter Anbieter, die
das Projekte vor Ort umsetzen sollen, fiel bereits im Mai die Wahl auf das Institut für
angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). Gemeinsam mit Dr. Alexander Reis, IfaS,
stimmte der Gemeinderat die Abgrenzung des Quartiers ab und wertete aus, welche
Maßnahmen nötig und möglich sind. Dies kann beispielsweise ein Nahwärmenetz oder ein
Energieeffizienz-Konzept sein. Dies wird sich im weiteren Prozess zeigen.

 

Link zur Homepage der Bioenergieregion Cochem- Zell